"Wenn das Saxofon das Sakrale umarmt", betitelte die New York Times ihre Kritik und in der Tat hatte der Musikproduzent Manfred Eicher vor Jahren die Idee, die Stimmen des Hilliard Ensembles mit den Saxofonklängen des Norwegers Jan Garbarek zu verbinden. Jetzt, fast zwei Jahrzehnte und unendlich viele verkaufte CDs später ist bereits die dritte CD, Officium Novum, aus dieser außergewöhnlichen musikalischen Zusammenarbeit hervorgegangen.
Die Musiker treten in den schönsten Kirchen der Welt auf. Der Dom zu Berlin, das Ulmer Münster, St. Paul's Cathedral, der Dom zu Siena und St. John The Divine in New York, sie alle tragen zum besonderen Charakter der Musik bei und ermöglichen es den Musikern mit dem Raum zu spielen als wäre er ein weiteres Instrument. Jedes Konzert scheint wie ein langes Gebet, eine außergewöhnliche Seelenreise durch die Musik von Jahrhunderten, vom Orient zum Okzident, von den vierstimmigen Mariengesängen des Pérotin und den Adaptionen armenischer Hymnen des Mönches Komitas bis zu Kompositionen von Arvo Pärt und Jan Garbarek.
Die kristallklaren Töne des Saxofons schweben schräg über den samtenen Stimmbögen der Hilliards und es entstehen magische Momente, wenn Jan Garbarek sich hineinspielt in den Gesang des Countertenors David James und so nahezu unmerklich zur fünften Stimme des Ensembles wird.
"Es ist eine Musik, an der die Aufklärung unbemerkt vorbeigerauscht sein könnte. Das gibt ihr eine Reinheit, die man auch als Naivität wahrnehmen kann; aber sie will nicht mit Harmonien verzücken, sondern mit ruhigen, klaren Ekstasen und mehrstimmig transzendentem Raumgefühl."
(Frankfurter Rundschau)
"Weder Klassik noch Jazz, weder alt noch neu - diese Musik existiert einfach, zu jedermanns Staunen und Ergötzen"
(New York Times)
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